21.10.2011
IT-Infrastruktur |
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Konzeption und Implementierung eines Prototyps zum flexiblen Architektur-Portfoliomanagement auf Basis deduktiver Inferenz
In Zeiten kurzer Entwicklungszyklen von Anwendungssystemen ist es wichtig, jederzeit einen Überblick über die IT-Landschaft, d.h. über die vorhandenen Anwendungssysteme und über deren Schnittstellen zu anderen Systemen gewinnen zu können.
Der Aufbau und die Pflege dieser Informationen, die in ihrer Gesamtheit eine wertvolle Wissensbasis bilden, ist ein Aspekt des Architektur-Portfoliomanagements (APM) und bildet das Fundament für die (weitere) Architekturplanung. Denn durch eine gezielte Aufstellung des Portfolios kann die IT-Landschaft strategisch geplant werden. Ziel ist eine enger verknüpfte IT-Landschaft und die Steigerung des geschäftlichen Werts der Unternehmens-IT. Die Planung beinhaltet technische Weiterentwicklungen, aber auch die Einstellung von längst überholten und kostenintensiven Anwendungssystemen.
Für die Architekturplanung ist es wichtig, einerseits Wissen aus der Wissensbasis, d.h. aus dem Portfolio, abfragen zu können, andererseits muss auch neues Wissen hergeleitet werden, um spezielle Erkenntnisse gewinnen zu können. Der dafür notwendige Mechanismus wird deduktive Inferenz genannt. In einem konzipierten und implementierten Prototyp zum Portfoliomanagement werden – nach dem Vergleich verschiedener Wissensrepräsentationsformen – der Aufbau einer solchen Wissensbasis und die Möglichkeiten der Inferenz auf dieser Wissensbasis mit der logischen Programmiersprache Prolog gezeigt. In Prolog wird Wissen in Form von Fakten und Regeln repräsentiert, weshalb hier von einem regelbasierten System gesprochen werden kann. Durch die regelbasierte Wissensbasis und die Inferenzkomponente lassen sich auch Parallelen zu wissensbasierten Systemen ziehen. Der Prototyp zum Architektur-Portfoliomanagement als regelbasiertes System kann sich im Laufe der Zeit flexibel durch das Hinzufügen neuer Fakten und Regeln weiterentwickeln und unterscheidet sich deshalb maßgeblich von anderen Ansätzen wie z.B. der Repräsentation des Wissens in einer relationalen Datenbank.
Autor: Sven Thiele
Beteuer: Prof. Herbert Kuchen, WWU Münster
Abgabe: 2011

