01.09.2011
Mobile Applikationen |
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Portierung einer Android-Smartphone-Anwendung auf Tablet-Computer
Verteiltes Arbeiten und der damit verbundene mobile Zugriff auf Unternehmensdaten gewinnt immer mehr an Bedeutung. Diesen Bedarf sollten in den vergangenen Jahren Smartphones befriedigen, für die mittlerweile eine Vielzahl von Applikationen für unterschiedliche Plattformen entstanden ist. Tablet-Computer, die in der Bedienung den Smartphones sehr ähnlich sind, sollen durch eine größere Bildschirmfläche den größten Mangel der Smartphones beseitigen. Um das Potenzial der zusätzlichen Fläche zur Anzeige von Informationen nutzen zu können, müssen häufig Änderungen an bestehenden Applikationen vorgenommen werden. Dabei sollen zum einen bei der Bedienung die Prinzipien der Usability berücksichtigt werden und zum anderen der Aufwand für die Entwicklung für unterschiedliche Zielgeräte und -plattformen möglichst gering gehalten werden, indem ein möglichst großer Teil des Quellcodes wiederverwendet wird.
Im Rahmen dieser Arbeit wurden, ausgehend von einer Analyse des Nutzungskontexts mobiler Geräte und Anwendungen, Richtlinien für die Portierung von Smartphone-Applikationen auf Tablet-Computer entwickelt. Zum einen beschreiben konzeptionelle Richtlinien wie sich die Bildschirmfläche in verschiedene Bereiche unterteilen lässt und wie sich eine sequentielle Abfolge von Bildschirmmasken parallelisieren lässt. Zum anderen werden technische Richtlinien angeführt, die Entwurfsmuster für eine effiziente Implementierung der konzeptionellen Richtlinien bereitstellen. Um die Umsetzbarkeit der entwickelten Richtlinien zu prüfen, wurden einige dieser Richtlinien bei der Portierung der Android-basierten Anwendung viaForms der viadee angewandt. Die Anwendung zur formularbasierten Erfassung von Daten lässt sich nach der Portierung sowohl unverändert auf Smartphones als auch in einer angepassten Darstellungsweise auf Tablet-Computern ausführen. Abschließend werden die Richtlinien hinsichtlich des erwarteten Nutzens evaluiert und weiterer Forschungsbedarf aufgezeigt, wie bspw. ein Usability-Test oder ein Vergleich mit alternativen Richtlinien.
Autor: Patrick Schröer
Erstellt: 2011
Betreuet durch: Prof. Dr. Herbert Kuchen

