Komplexität begreifen. Lösungen schaffen.

Large Agile Afternoon bei der viadee

30.11.2016 | Am 21. Oktober fand der 1. Large Agile Afternoon des Kompetenzbereichs "Agile Methoden" in der Münsteraner Geschäftsstelle der viadee IT-Unternehmensberatung statt.

In interaktiver Runde stellten die viadee-Berater Joris Wachter, Dr. Kay Hildebrand und Benjamin Wolters die Large Agile Frameworks LeSS (Large Scaled Scrum), Nexus und SAFe (Scaled Agile Framework) vor.

Diese Frameworks bieten Mittel und Wege zur Skalierung agiler Projekte, bei denen also mehrere Teams eine zusammenhängende Lösung oder ein größeres Produkt gemeinsam umsetzen. Hierbei betrachtet Large Agile sowohl Szenarien mit 4 bis 8 Teams als auch Vorhaben, die mit mehr als 100 Teams bewältigt werden.

Die teilnehmenden „Agilisten“ diskutierten die Vor- und Nachteile von LeSS, Nexus und SAFe anhand ihrer Projekterfahrungen. Dabei waren sich alle einig, dass die Komplexität im Projekt bereits bei vier oder fünf agilen Teams so deutlich ansteigt, dass übergreifende Mechanismen zur Koordination der Teams sowie zur Integration der Ergebnisse zum Einsatz kommen sollten. Die Diskussion über die Skalierbarkeit agiler Ansätze war für alle Beteiligten wertvoll.

Die Erfahrungen der viadee-Berater zeigen, dass methodisch-fortgeschrittene Teams häufig Strukturen entwickeln, die denen von LeSS sehr ähnlich sind, auch wenn sie vorher nicht mit LeSS vertraut sind. Im Falle von Nexus werden die agilen Teamstrukturen erweitert und der Integration von Teilergebnissen eine hohe Aufmerksamkeit geschenkt. Im Gegensatz zu LeSS und Nexus betrachtet SAFe neben der operativen Koordination der Teams auch die Veränderung der Aufgaben des mittleren und höheren Managements im Rahmen der agilen Transformation. Auf Lean Management-Ansätzen fundierend erzeugt SAFe transparente Prozesse und bereichsübergreifende Resultate.