Oft hören wir in der Qualitätssicherung, dass gewisse Testvorhaben ausgespart werden – zumindest in der Automatisierung. Das ist jedoch nicht immer möglich. Der automatisierte Test von Windows-Anwendungen, schlimmstenfalls sogar in einem Prozess und damit der Verkettung von Anwendungen, ist sicher einer dieser Härtefälle.
Ein weiteres Vorhaben sind die nicht-funktionalen Tests, wie z.B. Last- und Performance-Tests. Hier stehen wir immer wieder vor der Herausforderung des Vergleichs von Test- und Produktiv-Umgebung, d.h. wie übertrage ich die in einer Testumgebung ermittelten Ergebnisse in die echte Welt? Genau diese Fragen besprachen wir bei dem neunten Treffen der Robot Framework Usergroup.
Hannes Thomsen von der viadee legte dar, dass auch unter schwierigen Bedingungen eine Automatisierung möglich ist. In einem seiner Projekte mussten Testdaten prozesskonform über eine Anwendung angelegt werden. Diese Anwendung war dabei nur über eine Citrix-Oberfläche bedienbar, so dass lediglich mit Tastatureingaben und Screenshots bzw. Bildern gearbeitet werden konnte. In seinem Vortrag beschrieb er, welche Herausforderungen im Detail zu bewältigen waren und wie er die Aufgabe umsetzen konnte.
Oliver Homann von der Provinzial zeigte uns, wie wir mit rfswarm Last- und Performance-Tests effektiv durchführen und gleichzeitig ein Monitoring in Dynatrace realisieren können. Zur Verdeutlichung benutzte er ein konkreten Beispiel aus seinem Unternehmen. Dabei ging er auch sehr genau darauf ein, wie die Ergebnissen in einer Testumgebung auf die Produktivumgebung übertragen werden können. Spannend dabei ist auch der Ansatz, die Infrastruktur des Robot Frameworks zu nutzen, denn letztlich sorgen mehrere Instanzen für die Last.
Leider musste der Vortrag von Daniel Biehl bei diesem Termin ausfallen. Dafür dürfen wir uns auf seinen Vortrag bei nächsten Treffen freuen.
Seid bei dieser lebendigen Community dabei, die von ihrem Austausch lebt!
Das nächste Treffen findet am 17.6. um 16 Uhr bei der NRW.BANK statt